Verabschiedung der Berufsfachschule

Die ESS verabschiedete den aktuellen Jahrgang der Berufsfachschule mit guten Ergebnissen. 25 Berufsfachschülerinnen und -schüler dürfen sich nun über das Erlangen der Fachschulreife, einem der mittleren Reife gleichwertigen Abschluss, freuen. Schulleiter Oberstudiendirektor Armin Wüstner begrüßte zu Beginn der Entlassfeier die zahlreich erschienenen Angehörigen und Eltern im Multifunktionsraum des Beruflichen Schulzentrums. Er stellte fest, dass die Schüler den Kinderschuhen jetzt entwachsen seien und mit Eigenverantwortung in die Zukunft schauen müssten. Der „Schonraum Schule“ werde verlassen, für manchen Schüler sei dies ein großer Schritt auf dem Weg in die Arbeitswelt. Wüstner betonte, dass die Fachschulreife ein Qualitätssiegel für jede Biographie sei.

Den Absolventen legte er nahe, über ihre Bildung in den einzelnen Fächer und den Alltagsbezug des Erlernten zu reflektieren. Das nun erlangte Wissen bereite die Schüler gut auf das nächste Kapitel ihrer persönlichen Erfolgsgeschichte vor. Der Schulleiter gab den Schülern mit auf den Weg, sie sollen einen positiven Beitrag zum Miteinander in unserer Gesellschaft leisten und nach einem erfüllten Leben streben. Wüstner dankte den Eltern für ihre Zusammenarbeit und den Lehrern für die geleistete pädagogische Arbeit und wünschte den Berufsfachschülern viel Erfolg für ihren weiteren Lebensweg.

Fachabteilungsleiter Studiendirektor Jochen Mareth unterstrich in seinen Ausführungen den höheren Stellenwert, den die Fachschulreife im Vergleich zu anderen mittleren Bildungsabschlüssen besitze. Während der zweijährigen Schulzeit könnten in den Profilfächern wie z.B. Betriebswirtschaftslehre oder Übungsfirma Leitgedanken einer kaufmännischen Ausbildung verdeutlicht werden. Viele Inhalte seien so praxisnah, dass auf sie jederzeit im Alltag zurückgegriffen werden könne. Gerade die Themen Berufsorientierung und –findung seien zentral und prägten die Schulzeit.

Das Zeugnis der Fachschulreife, so Mareth weiter, sei international anerkannt und stehe im Deutschen und Europäischen Qualifizierungsrahmen auf gleicher Stufe mit einer erfolgreich abgeschlossenen zweijährigen Dualen Ausbildung.

Mareth bezeichnete die aktuellen Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt als sehr gut, insbesondere, wenn man sich mit den Themen Globalisierung und technischen Innovationen beschäftige und sich in diesen Bereichen zu Fachkräften ausbilden ließe.

Mareth appellierte an die Berufsfachschüler, nun alles in die Waagschale zu werfen, um erfolgreich zu sein. Dazu sei es nötig, schlummernde Potentiale zu wecken und Erfolgschancen abzuschätzen. Er riet den Absolventen, sich realistische Ziele zu setzen, Rückschläge einzukalkulieren und so einen persönlichen Weg zu finden, der mit allen Höhen und Tiefen des Lebens große Zufriedenheit ermögliche.

Klassenlehrerin Annette Bachmann spannte in ihrer Ansprache den Bogen über die zwei Jahre der Berufsfachschule. Standen am Anfang noch gefühlte Orientierungslosigkeit, Hilflosigkeit und Ratlosigkeit den Schülern ins Gesicht geschrieben, so habe sich dies innerhalb der Schulzeit stark gewandelt. Nun sei ein klarer Weg in Richtung Berufstätigkeit aufgezeigt. Während der Schulzeit entstanden Hilfsbereitschaft und eine Gemeinschaft. Ein großer Zuwachs an Allgemeinbildung runde dieses Bild ab.

Neben den Zeugnissen konnten vier Schulpreise und vier Belobigungen vergeben werden. Im Anschluss feierten die Absolventen in privater Runde ihren Abschluss.